Gestaltung der Unterlagen

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Anleitung zur Erstellung der Präsentationsmedien

Folien | Präsentationsunterlagen | Mediengestaltung

Deine Foliengestaltung soll stets strukturtiert, lebhaft und verständlich sein. Die Zuhörer wollen „abgeholt“ und „mitgenommen“ werden. Dies gilt für die Folien, die Agenda und das Handout.

Hier findest Du Beispiele, die Du Dir ansehen kannst

Gestaltung der Präsentationsunterlagen Foliengestaltung Mediengestaltung
 

Egal, welche Präsentationsmedien Du in der mündlichen Prüfung verwendest, bitte beachte die folgenden Punkte:

Inhalt der Präsentation

  • Thema: Über welches Thema wirst Du berichten, welche Begriffe und Schlagwörter sind wichtig?
  • Umfang: Welche inhaltliche Tiefe soll die Präsentation haben?
  • Dauer: Wie lange hast Du Zeit, um über die einzelnen Punkte zu sprechen?
  • Fragen: Welche inhaltlichen Fragen können sich ggf. (im Fachgespräch) ergeben?
  • Präsentationsmedien: Welche Medien wirst Du einsetzen (bitte Handout & Agenda nicht vergessen)? Hast Du auch Muster, Produkte usw., die Du aus dem Unternehmen mitbringen und zeigen kannst?
  • Praxisbezug: Ist das Thema realistisch?
  • Kosten/Nutzen: Hast Du Kosten und Nutzen beachtet?
  • Kritik: Welche Kritikpunkte könnten sich ergeben?

Gliederung

Beginne bereits bei der Bearbeitung der Medien, Dir eine Struktur zu erstellen. Erstelle Dir daher vor Beginn der Foliengestaltung zunächst eine grobe Gliederung:

  1. Einleitung: Vorstellung der Person, des Unternehmens und der Ausgangssituation
  2.  Hauptteil: Nennung der IST-Situation und den entsprechenden Zielen, Erläuterung von möglichen Lösungsansätzen sowie vorhandenen Chancen und Risiken (auch Kosten und Nutzen)
  3. Abschluss: Zusammenfassung und Nennung des Fazits, kurzer Ausblick in die Zukunft

Meine Buch-Empfehlung:

Die nachfolgende Übersicht soll Dich dabei unterstützen, Deine Folien/Charts strukturiert und zielgerichtet zu erstellen. Du erhältst in jedem Abschnitt wichtige Beispiele für mögliche Inhalte auf diesen Folien.

Wenn Du weitere Hinweise, Beispiele oder auch Musterpräsentationen ehemaliger, erfolgreicher Prüflinge sehen möchtest, dann kannst Du Dich hier über mein Buch zur Vorbereitung auf die mündliche Prüfung informieren.

Das Inhaltsverzeichnis zum Buch kannst Du Dir hier ansehen.

Gestaltung der Folien

Ausgehend von Ihrer Situationsbeschreibung gliederst Du Deine Präsentation in folgende Abschnitte (pro Abschnitt 1 Folie/Chart):

  1. Unternehmensvorstellung
  2. Problemstellung bzw. IST-Situation
  3. Ziel (SMART)
  4. Lösungsansatz Handlungsbereich 1
  5. Lösungsansatz Handlungsbereich 2
  6. Mögliche Chancen/Risiken oder Vor-/Nachteile
  7. Fazit und Ausblick

Folie 1

Unternehmensvorstellung

(Zeitempfehlung 1-2 Minuten)

Hier nennst und beschreibst Du kurz das Unternehmen. Falls noch nicht geschehen, beschreibst Du Deine Rolle/Aufgabe in diesem Unternehmen.

Wichtige Inhalte dieser Folie sind z.B.:

  • Warum ist dieses Unternehmen einzigartig (Alleinstellungsmerkmal)?
  • Wie kam der Gründer auf die Idee, das Unternehmen zu gründen?
  • Was gibt es noch besonderes zu berichten?

Folie 2

Problemstellung/Ist-Situation

(Zeitempfehlung 2-3 Minuten)

Auf dieser Folie beschreibst Du die aktuelle Situation (Problemstellung), die in Deinem Unternehmen vorherrscht.

Bitte beachte dringend folgenden Punkte:

  • Gestalte die Aussage klar, eindeutig und vor allem für Dritte nachvollziehbar
  • Setze gern Bilder, Charts oder Kennzahlen ein
  • Nenne auch Gründe/Ursachen, die zu dieser Situation geführt haben

Folie 3

Zielformulierung

(Zeitempfehlung 2-3 Minuten)

Auf der 3. Folie nennst Du die konkreten Ziele, die Du mit Deinen Lösungsansätzen erreichen willst.

  • Definiere Dein Ziel bitte grundsätzlich nach der SMART-Formel (spezifisch – messbar – attraktiv – terminiert)

ACHTUNG: Denke daran, dass Du die Ziele in Deinen Lösungsansätzen bzw. Deinem Fazit wieder aufgreifst.

Folie 4

Lösungsansatz 1. Thema

(Zeitempfehlung 2-3 Minuten)

In dieser Folie beschreibst Du Deine Lösungsansätze aus dem von Dir gewählten 1. Handlungsbereich.

  • Stelle Deine Lösungen klar, logisch und nachvollziehbar dar (stichpunktartig und in kurzen Sätzen)
  • Beschreibe Deine geplanten Handlungen, Maßnahmen in konkreten Schritten (1…, 2…, 3…,)
  • Beachte bitte stets auch die anfallenden Kosten, den möglichen Nutzen sowie die praktische Umsetzbarkeit
  • Setze gern Beispiele aus der Praxis ein, verwende Bilder (vorher/nachher) usw.

Folie 5

Lösungsansatz 2. Thema

(Zeitempfehlung 2-3 Minuten)

Wie Folie 4, nur bezogen auf den 2. Handlungsbereich

Folie 6

Chancen & Risiken

(Zeitempfehlung 2-3 Minuten)

Auf dieser Folie erläuterst Du nun mögliche/wahrscheinliche Chancen & Risiken aus den gewählten Lösungsansätzen. Beschreibe auch – falls möglich-, wie Du den genannten Risiken begegnen würden

Folie 7

Fazit & AusblickChancen & Risiken

(Zeitempfehlung 1-2 Minuten)

Auf dieser Folie ziehst Du nun Dein persönliches Fazit

  • Die Umsetzung der Maßnahmen ist zu empfehlen, weil…
  • Zu beachten wäre…

Danach gibst Du einen Ausblick auf die Zukunft:

  • Erkenntnisse aus dem Projekt sind…
  • Nächste Schritte nach Durchführung dieser Maßnahmen können sein…

Rede beim Fazit frei und wiederhole nicht die kompletten Inhalte der Präsentation!

Hier findest Du Beispiele, die Du Dir ansehen kannst

Nach dem Fazit

  • Fasse die Agenda kurz zusammen (ggf. mit Stift auf Flipchart abhaken)
  • Überreiche Dein Handout
  • Bedanke Dich beim Prüfungsausschuss für die Aufmerksamkeit

Weitere wichtige Hinweise:

  • Beachte, dass der Prüfungsausschuss Dich zu jedem Punkt Ihrer Präsentation und dem von Dir gewählten Themen befragen kann
  • Denken Sie an die anfallenden Kosten bzw. den möglichen Nutzen/die möglichen Chancen für Ihr Unternehmen
  • Achte auf die praktische Umsetzbarkeit Deiner Maßnahmen
  • Verwende nur Daten, deren Herkunft Du erläutern kannst
  • Prüfe die gesamte Praxistauglichkeit Deiner Präsentation (und auch den roten Faden)
  • Deine Problemstellung sollte am Ende „gelöst“ sein
  • Denke auch an zu erwartende Widerstände oder Risiken („Wie reagieren Sie, wenn die Mitarbeiter Ihre Maßnahmen nicht umsetzen?“)
  • Gehe stets von realistischen Bedingungen aus
  • Bedenke, dass Deine Aussagen für Dritte klar und verständlich sind
  • Überlade Deine Folien nicht (Stichpunkte und kurze Sätze sind ideal)
  • Spreche langsam, klar und deutlich – mache Sprechpausen

Hier geht es weiter zum Kapitel 7